Angeln lernen! Die 6 wichtigsten Schritte zum Fangerfolg im Urlaub!

Wenn Du Deinen aktiven Outdoor-Urlaub z.B. auf dem Kanu oder mit Rucksack verbringst, können selbst gefangene Fische eine wertvolle Ergänzung auf dem Speiseplan sein.

In diesem Artikel erfährst Du die 6 wichtigsten Schritte, um ein fremdes Gewässer erfolgreich zu befischen!

An einem konkreten Beispiel beschreibe ich, wie ich genau vorgehe. Dieses Beispiel ist kursiv geschrieben.

  1. Kläre die rechtlichen Gegenbenheiten. Wo darfst Du angeln, wie und unter welchen Voraussetzungen. Gibt es Schonzeiten, Gewässersperrungen und welche Berechtigungsschein benötigst Du. Dies lässt sich gut recherchieren.

  2. In welchem Gewässer(n) willst Du angeln? Informiere Dich über Strömung, Fließrichtung, Tiefe, Uferbeschaffenheit, Pflanzenbestände am Ufer, Gewässerart u.ä.

  3. Welche Fische sind in diesem Gewässer? Dies lässt sich meist gut im Internet recherchieren. Es gibt bereits zahlreiche Datenbanken, aber auch die Bildersuche kann da sehr hilfreich sein. Auch Forenbeiträge oder Reviews sind informativ.

  4. Welche Methode ist für diese Fische geeignet? Abhängig von Deiner Urlaubsart kommen nur einige Angelmethoden in Frage. Wenn ich mit Auto unterwegs bin kann ich anderes Angelgerät mit führen als mit dem Kanu oder beim Rucklsack-Trekking.

  5. Wo? Welche Stellen sind für die gewählte Angelmethode und Zielfische geeignet? Fische halten sich jahreszeitabhängig und Artenabhängig in unterscheidlichen Gewässerregionen auf. Auch ihre Jagd bzw. Fressgewohnheiten sind unterschiedlich. Finde die Schnittmenge zwischen Fischarten, Angelmethode und Deiner Reiseart heraus und spezialisiere Dich drauf.

  6. Lerne diese Methode? Um erolfgreich zu angeln ist es wichtig, die gewählte(n) Methode(n) zu beherrschen. Es kommt auf die Details an. Eine Angel kann jeder halten. Fische fangen ist eine Sache der Details wie Köderführung, den richtigen Köder für den aktuellen Angelplatz zu wählen.

Die Methode kannst Du auch sehr gut in einem meiner Angel-Kurse oder 1:1 Training erlernen. Klicke dazu auf meine Angebote. Als Newsletter Abonnent bekommst immer wieder attrative Rabatte.


Und nun geht es in die Details.

In den folgenden Abschnitten kannst Du die genannten sechs Punkte an einem sehr realistischem Beispiel erlernen.


Als Beispiel nehme ich einen See in Schweden, auf welchem ich eine Trekkingtour mit dem Kanu plane. An diesem Beispiel erkläre ich das konkrete Vorgehen. Dieses Beispiel ist jeweils kursiv geschrieben.


1. Rechtliche Grundlagen

Informiere Dich in dem Land, in welchem Du angeln möchtest, über die rechtlichen Grundlagen.

Es geht hierbei um folgende Punkte:

  • Schonzeiten (Gibt es fast überall)

  • Mindestmaße (Gibt es fast überall)

  • Ggf. Köderbeschränkungen (Keine Würmer, Maden oder Kunstköderschonzeiten)

  • Ggf. notwendige Angelprüfung (Meines Wissens nur in Deutschland notwendig)

  • Erlaubnisschein für das Gewässer (Fast überall notwendig)

Stand meines Wissens ist Deutschland das einzige Land, in welchem Du eine Angelprüfung ablegen haben musst. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Aktuell (2022) kann man z. B. in Mecklenburg-Vorpommern einen befristeten Touristen-Fischereischein erwerben. Auch in Brandenburg gibt es eine solche, ähnliche Regelung. Für einen Urlaub mit dem Kanu würde dies also ausreichen.


Zusätzlich zur in Deutschland bestandenen Prüfung (Fischereischein) benötigst Du eine Erlaubniskarte für das Gewässer, in welchem Du angeln möchtest. Oft kann diese bereits Online erworben werden.

Es gibt meistens Tages, Wochen, Monats oder Jahreskarten. Je nach Land muss dafür auch einem Verein eingetreten werden.

Dies ist jedoch in den unterschiedlichen Ländern Europas vollkommen unterschiedlich geregelt und oft auch vollkommen problemlos möglich. Oftmals geschieht dies schon automatisch mit dem Kauf einer digitalen Gewässererlaubnis im Internet.

Auch gibt es manchmal schon sehr innovative Möglichkeiten sich eine Gewässerkarte z. B. per SMS direkt am Gewässer zu buchen (Schweden) oder am Bankautomaten (Portugal). In Spanien und Frankreich kann man sich fast alle Erlaubnisschein im Internet vorab kaufen und ausdrucken.


Das Alter des Anglers ist meisens nur unter 18 Jahren relevant. So kann die Anzahl der erlaubten Angeln variieren, aber auch die Angelmethoden oder ob eine erwachsene Person mit Prüfung dabei sein muss. (In Deutschland)

Insgesamt kann man sagen, dass das Angeln außerhalb Deutschland größtenteils einfacher geregelt ist, aber in der praktischen Umsetzung nicht weniger kompliziert. Dies liegt an den oft unterschiedlichsten Regelungen, welche teilweise von Gewässer zu Gewässer variieren.


Ein großes Problem ist oft vor Ort. Das Gewässer, vor dem Du stehst, muss dem Namen auf der Erlaubniskarte zugeordnet werden. Diese sind nur selten beschildert und wenn, dann muss man auch noch am Schild vorbeilaufen. Am Besten geht dies in dem man in einem Angelgeschäft nachfragt.

Positiv ist, dass die Menschen bei einer Kontrolle erfahrungsgemäß freundlich und wohlwollend sind. Es also gerade als Fremder selten zu ernsthafte Konsequenzen kommt.


Im Meer ist das Angeln oftmals auch ohne Angelkarte erlaubt. Aber informiere Dich auch hier am besten vor Ort in einem Angelgeschäft.


Am Beispiel:

In Schweden benötige ich KEINE Angelprüfung! Es reicht ein Erlaubnisschein. In diesem Beispiel habe ich mich für das Gewässer "Notudden" in Nordschweden entschieden. Er liegt in der Region "Norrbotten" und gehört in das Stadtgebiet von Jokkmokk. Ausgangspunkt ist der Campingplatz "Artic Camp" vor Ort, dort wo das rote Kreuz ist.

Die Kartenquelle für ganz Schweden ist: Quelle: https://minkarta.lantmateriet.se/


2.) In welchem Gewässer(n) willst Du angeln?

Bevor es losgehen kann, ist es wichtig, dass Du nicht einfach drauf los angelst. Das ist wenig erfolgreich und außer Zufallsfängen wirst Du wohl nichts erbeuten.

Daher:

Schaue Dir am besten im Internet z. B. bei Google Earth erst einmal an, welche Gewässer Du befischen möchtest. Diese Satellitenansichten sind auch für Punkt 4 sehr hilfreich. Du kannst Dir dies also als Screenshot speichern oder ausdrucken.

Mit der Fotofunktion kannst Du Dir auch schon einen echten Eindruck von dem Gewässer machen. Oft gibt es bereits Bilder dazu im Netz zu finden. Du kannst auch anhand des Gewässernamen danach im Web suchen.

Ist es ein See, ein Bach oder ein Fluss? Oder am Meer? Ist es Strand oder felsige Küste?

Angelst Du vom Ufer oder vom Kanu oder Motorboot aus?


Versuche Dir ein möglichst genaues Bild von dem Gewässer zu machen, in welchem Du angeln möchtest.

Ist das Ufer zugänglich? Wenn ja, wo und wie?

Wie tief ist das Gewässer? Gibt es bereits Tiefenkarten zu finden? Falls nein, wie weit helfen mir Satellitenbilder weiter?


3.) Welche Fische sind in diesem Gewässer?

Heutzutage ist es dank der weltweiten Vernetzung fast immer möglich, erfolgreich zu recherchieren.

Suche also im Netz nach diesem Gewässer und finde heraus, welche Fischarten hier anzutreffen sind.

Teilweise gibt es öffentliche Gewässerbeschreibungen von Vereinen, Internetplattformen oder sogar amtliche Seiten.


Am Beispiel:

In meinem Beispiel des Gewässers NOTUDDEN habe ich eine Datenbank für ganz Schweden gefunden. Hier kann man für sehr viele Gewässer die bekannten Fischarten recherchieren.

Die Webseite dazu ist: https://www.svt.se/datajournalistik/finns-i-sjon/


Im Gewässer Notudden wurden zuletzt 1996 folgende Fischarten bestätigt: Öring, Harr, Abborre, Gädda,Sik (Forelle, Äsche, Barsch, Hecht und Felchen)


4.) Welche Methode ist für diese Fische geeignet?

Sobald die Fischarten, auf die Du angeln möchtest, ermittelt wurden, kannst Du den Blick auf die Angelmethode richten.

Hier sind auch folgende Fragen hilfreich:

a) Bist Du zu Fuß unterwegs, mit dem Kanu / Boot oder hast Du einen festen Standort?

b) Möchtest Du aktiv oder passiv angeln.


Aktiv ist z. B. das dauerhafte werfen mit einer Spinnrute und verschiedenen Kunstködern auf Forelle, Barsch, Hecht o. ä.

Passiv wäre z. B. eine Grundangel, Legeschnüre oder eine Wurfschnur an einer Haspel auszulegen und dann zu warten, bis ein Fisch an den Naturköder beißt.

Des Weiteren solltest Du recherchieren, welche der gefundenen Fischarten mit Deinen Gegebenheiten aus a & b korrelieren.

Dies hängt konkret davon ab, in welchen Tiefen und Gewässerregionen (Flachwasser, Tiefwasser, am Boden, im Freiwasser u.s.w.) sich die Fische bevorzugt aufhalten und ob Du von Deinem Stan