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Gibt es eine umweltfreundliche Outdoor Seife?

Aktualisiert: 13. Juni 2023

Eine der häufigsten Fragen lautet: "Ist eine Outdoor Seife biologisch abbaubar?"

Die Antwort eines mag einige überraschen:

„Wir können davon ausgehen, dass wir im Prinzip niemals umweltfreundlich, sondern nur mehr oder weniger umweltverträglich waschen können.

(Zitat: siehe Anhang 1.) )

Doch lese im in diesem Artikel, warum dies so ist, welches die umweltverträglichste Seife ist und wie Du diese mit dem geringsten Einfluss auf die Umwelt verwendest.


Warum verwendet man eine Seife?

  • Zum Schmutz entfernen. Also um fettgebundenen Schmutz zu lösen und abzutransportieren.

  • Zum Geruch entfernen. Also um Bakterien zu töten, welche unangenehme Gerüche erzeugen.

  • Um den eigenen Körper oder Dinge von Bakterien, Viren und Kleinorganismen zu reinigen. Also um diese abzutöten.

Hier kannst Du bereits das Dilemma erahnen. Seife wid zum reinigen und zum abtöten verwendet.


Es gibt zwei Arten von Seife:

1.) Natürliche hergestellte Seife: Das klassische Stück Seife / Olivenölseife / Kernseife

Die Reinigungswirkung von Seife basiert auf wasserlöslichen Molekülen, den Tensiden.

So reinigen natürliche Seifen-Moleküle:


Der Reinigungsvorgang:

Tenside (also die Seifenmoleküle) bestehen aus einen wasserliebendem Kopf und einem fettliebenden Anhang.

  • Diese Seifenmoleküle lagern sich am Schmutz an und lösen diesen vom Material ab.

  • Der fettliebende Anteil des Seifenmoleküls umschließen nun den fettigen, klebrigen Kern des Schmutzes.

  • Mit Wasser lässt sich nun der vom Seifenmolekül umschlossene Schmutz weg spülen.

Der Desinfektions-Vorgang:

Seife ist eine Lauge, also alkalisch. d. h. pH-Wert i. d. R. 9 - 10.

Bakterien, Viren usw werden durch die alkalischen Eigenschaft der Seife getötet. Diese muss jedoch mind. 30 Sekunden einwirken, um eine sehr gute Wirkung zu entfalten.

Dadurch werden die o.g. Ziele des abtötens von Bakterien, Viren usw, mit Seife erreicht.

Auch unangenehmer Geruch verschwindet somit.

(Vergleich: Haut hat einen pH Wert von 5,5, neutral ist 7, Skala: 1 -14).

Weitere Eigenschaften der Seife:

  • Seife setzt die Oberflächenspannung der Wasseroberfläche herab.

  • Seife löst den natürlichen Fettmantel der Haut.

  • Seife hilft bei der Entsäuerung des Körpers.

  • Natürliche Seife hat eine sehr gute biologische Abbaubarkeit (Ist also nix besonderes - Details dazu weiter unten im Text).

  • Natürliche Seife ist einfach und mit geringer Energie und Ressourcen-Aufwand herzustellen.

2.) Die zweite Seifenart ist die chemisch hergestellte Seife:

  • Dazu zählen alle Flüssigseifen

  • und Waschmittel

  • und sehr viele andere

Chemische Seifen werden auf Erdöl-Basis und mit viel Chemie hergestellt!

In chemischen Seifen werden zahlreiche synthetische Stoffe verwendet, um die Wirkung einer natürlichen Seife zu erzielen. Der Energieaufwand zur Herstellung ist hoch.


Eine pH-neutrale chemische Seife hat KEINE desinfizierende Wirkung.

Um diese zu erzielen, werden Desinfektionsmittel beigemischt.

Außerdem Konservierungsmittel u.v.a.

 

Was unterscheidet also eine natürliche, biologisch abbaubare Seife von einer chemischen Seife?

Eine natürliche Seife aus Olivenöl ist biologisch sehr gut abbaubar.

Sie wird aus einer Lauge und Salz hergestellt. Ggf. noch natürliche ätherische Essenzen für den angenehmen Geruch.

Daraus entsteht ein festes Stück Seife.

Natürliche Seife ist NICHT hautneutral!

Der hohe pH-Wert ist wichtig für die desinfizierende Wirkung.

Sie wird allerdings in unterschiedlichem Umfang durch die natürliche Säure der Haut und durch einen ggf säuerlichen Erdbodens neutralisiert. Dazu später mehr.

Ein klassisches Stück Seife ist daher sehr gut biologisch abbaubar, da sie auf Basis von natürlichen Ölen gekocht und mit Salz gefällt wurde. Daher sind dann auch die Tenside biologisch gut abbaubar. Sie sind ebenfalls sehr gut für Allergiker geeignet.


Da beim Outdoorleben die Hygiene ohnehin nicht so gut ist wie zu Hause, hat die beim Waschen stärkere Entfettung der Haut auch weniger Nachteile. Wer sich regelmäßig mit natürlicher Seife wäscht - so wie ich - merkt das sich die Haut nach dem Waschen trockener anfühlt und etwas 'spannt'. Dies kommt durch die Entfettung der Haut.

Es dauert etwa 1 Stunde bis sich dieses Gefühl ändert. Alternativ kann ein Pflegeöl verwendet werden.

 

Diese ist eine Werbung für meine Einzeltrainings:

 

Was heißt "biologisch abbaubar"


Eine klare Definition von “vollständig biologisch abbaubar“ gibt es nicht und ist nicht spezifiziert.

Der Slogan "biologisch abbaubar" kann also als eine als Behauptung der Werbung angesehen werden, welche für natürliche Seife ohnehin richtig ist.

Für Flüssigseifen aber nicht umfänglich stimmt.

 

Wie verhält sich eine natürliche Seife, wenn sie in eine Gewässer kommt.

Wäscht man sich direkt in einem Gewässer, so gelangt der gelöste Schmutz in das Wasser und wird abtransportiert.

Es wird sofort stark verdünnt und verteilt.

Die Oberflächenspannung des Wassers wird für wenige Sekunden an der Stelle, wo man sich wäscht oder das Wasser einleitet, herab gesetzt.

Somit 'ertrinken' Kleinst- und Kleinlebewesen, welche auf der Wasseroberfläche leben.

Dies ist in fließenden Gewässern in sehr kleinem, lokalem Bereich. In sehr kleinen, stehenden Gewässern kann dieser Einfluss jedoch größer sein.

Die freien Tenside (Seifenmoleküle), welche nicht für die Reinigung der Haut, der Wäsche oder des Geschirrs verwendet wurden umschließen freie Fette im Wasser, zumindest so lange, bis sie selbst durch Sauerstoff aufgespalten wurden.

Die Tenside selbst haben beim Verschlucken, z.B. bei uns Menschen in geringen Mengen kaum schädliche Wirkung.

Ich spekuliere mal, das dies bei den meisten Lebewesen nicht anders sein wird. Dies hängt allerdings sicherlich auch von der Menge ab.

Die negative Wirkung einer natürlichen Seife im Wasser ist in geringen Mengen, wie sie beim einmaligen Waschen entstehen, sehr gering. Waschen sich jedoch mehrere Menschen über mehrere Tage an der gleichen Stelle, so kumulieren sich negativen Effekte und der Schaden wird deutlich größer.

Erkenntnis:

Es wäre also sinnvoll nicht einen festen Waschplatz zu haben, sondern diesen ständig zu wechseln.

 

Wie bewegt bzw. verteilt sich eine Seifenlauge / Flüssigkeit im Boden

In den Boden gelangen also wie gehabt:

  • Schmutzpartikel (also ein 'verbrauchtes' Seifenmolekül, welches den gelösten Schmutz eingeschlossen hat) und

  • Freie, sozusagen unbenutzte Tenside.

Bildlich gesehen ist der Schmutz von Wasser eingeschlossen. In dieser Form gelang es dann in den Boden.

Zum biologischen Abbau muss diese Verbindung wieder aufgebrochen werden. Alle Komponenten der Seife für sich alleine sind normale Bestandteile der Natur.


In den oberen lockeren Bodenschichten und im Wasser geschieht dies unter der Verwendung von Sauerstoff, also aerob.

In tiefen Bodenschichten geschieht dies weitgehend ohne Sauerstoff, also anaerob. Letzeres geschieht, wenn große Mengen an Seifenwasser in den Boden gelangen. Also mehrere hundert Liter an der gleichen Stelle. Oder sich mehrere Menschen über mehrere Tage an der gleichen Stelle waschen würden.

Im Mikrobereich ist die Seifen-Lauge für Bakterien, Viren usw. tödlich. Außerdem ist die Seife wie bereits geschrieben fettlösend und setzt auch Oberflächenspannung im Mikrobereich herab. Diese kann daher theoretisch auch etwas weiter ins Erdreich eindringen, da die Schwammwirkung durch Kapillareffekte im mikroporösen Substrat geringer sein dürfte.

Allerdings kann Boden sehr viel Flüssigkeit aufnehmen. Du kannst das ja mal selbst ausprobieren und zum Test drei Liter Leitungswasser nehmen und auf den trockenen Boden ausleeren. Dann 10 Minuten warten und mit einer Schaufel ein Loch stechen um zu schauen, wie weit das Wasser in den Boden eingedrungen ist. Es sind wenige Zentimeter. Die häufige Ansicht das sich also Waschwasser über weite Strecken durch den Boden verbreitet, stimmt im Allgemeinen nicht. Es sei denn es sind hunderte bis tausende Liter.

Erkenntnis:

Wenn ich mich also alleine irgendwo mit Wasser und Seife wasche, so ist der Einfluss in die Natur sehr gering und lokal sehr begrenzt.

Flüssige Stoffe werden durch das Erdreich, Substrat schnell aufgenommen und in porösen Oberflächen gefangen. Sauerstoffreicher Boden bricht die Seifenverbindungen zügig auf. (Der chemische Vorgang wird weiter unten im Artikel erklärt)

Im Wasser geschieht dies sogar noch schneller, da dort meist mehr freier Sauerstoff vorhanden ist und die Seifenlauge schnell stark verdünnt wird.

Szenario 1: Strömender Regen, dünne Humusschicht, darunter harter Fels, Humusschicht bereits gesättigt. 2 Liter Seifenlauge würden sich durch den Regen stark verdünnen, aber auf der Felsoberfläche durchaus einige 10er Meter weiter fließen und verteilen können.

Dies natürlich Hang abwärts. Schädliche Wirkung: Die Lauge wird durch den Regen verdünnt und der Regen ist sehr sauerstoffreich. Die schädliche Wirkung wird durch die Verteilung recht großflächig sein, aber aufgrund der Verdünnung lokal gering. Die Tenside werden durch den vielen Sauerstoff schnell aufgebrochen werden. Je saurer der Regen und Boden, desto schneller ist die Seifenlauge neutralisiert. Dies wird vermutlich nach wenige Metern erfolgt sein.

Szenario 2: Wüste, Sand. 2 Liter Seifenlauge würden sofort in den ersten paar cm, Sand aufgesogen werden. Die Reichweite wären nur wenige cm. Schädliche Wirkung: geringer, aber sehr konzentriert. In diesem Bereich sicherlich sehr abtötend.

 

Grundsätzlich bewegen sich Flüssigkeiten entsprechend der physikalischen Gesetze vertikal nach unten. Durch Barrieren (Lehmschicht, Felsschicht) auch schräg.

Wenn sie in horizontale Grund- / Bodenwasserströmung geraten würden auch horizontal.

Dies hängt also vollkommen von den geologischen Gegebenheiten ab, welche nur bedingt einzuschätzen sind.

Das Grundwasser ist nicht zwingend mit dem abfließendem oder stehendem Oberflächenwasser (Bach /See) gekoppelt.

In einem ebenen Gelände ist die Annahme das Waschwasser, welches nur 1 Meter neben dem Gewässer ausgeleert wird in das Gewässer fließt, falsch. Denn Wasser sickert wie oben geschrieben nach unten.

Um in das Gewässer zu gelangen müsste sich das Waschwasser ja horizontal bewegen, was es ohne entsprechende andere zwingende Einflüsse (Untergrund, Bäche, Dauerregen, Gefälle) nicht machen würde.

Es wird sich vielmehr trichterförmig nach unten ausbreiten und die Konzentration mit zunehmender Tiefe geringer werden.

Behauptungen man solle mindestens 5 oder gar 100 Meter weit vom Gewässerrand entfernt sein, erschließen sich mir nicht und entbehren fast jeder Logik.

Der Abstand, den man selbst von einem Gewässer haben sollte, um etwas zu waschen, hängt also von der Situation ab. Aber auch hier muss man das Risiko vor Ort selbst bewerten.

Den aeroben Abbau von Seife in einem sauerstoffreichen Boden oder einem Gewässer habe ich

versucht mithilfe eines Umweltingenieurs zu konstruieren.

Wobei wir beide keine Chemiker sind. Abgeglichen haben wir dies mit Informationen aus einem Lehrbuch für Abwasser-Chemie.

Eine natürliche Seife (Kernseife oder Ölivenöl-Seife) sieht chemisch wie folgt aus: C=O-OH

Aus der Zersetzung des Tensides (Seife) C=O-OH wird unter Zugabe von Sauerstoff -> Co2 und Wasser H2O.

[ 2Cooh + O2 - > 2co2 + h2o ]

Bei einer hohen Konzentration von Seifenlauge in einem kleinen Bereich wird dadurch ein hoher Sauerstoffverbrauch und zugleich eine hohe CO2 Konzentration erzeugt. Beides ist punktuell schädlich für die Organismen. Der punktuell hohe pH-Wert kann nicht sofort neutralisiert werden, was zu einem schnellen Tod vieler Kleinstorganismen führt. Dies ist aber lokal begrenzt auf die Stelle, wo die Seifenlauge eingebracht wird und sich kurzfristig verbreiten kann.

Der Zeitraum für die Zersetzung von Seife nehmen wir im Bereich acht bis zehn Tage an. Das konnten wir aus den Sauerstoff-Zehrungstabellen einer Kläranlage entnehmen.

Bei einer großflächigen Verteilung des Waschwassers dürfte ein gesunder Boden keine Probleme haben die Seifenverbindungen im Laufe einiger Tage abzubauen, ohne irgendwelche Schäden zu erleiden.

Die alkalische Eigenschaft des Waschwassers kann durch natürliche Säure im Boden neutralisiert werden OH- und H+ Gleichgewicht. Die Dauer hängt dann von den natürlichen Eigenschaft des Bodens ab. Im Gewässer wird sich diese sehr schnell verdünnen, so dass von der Lauge nichts mehr zu bemerken ist. Ein saurer Boden ( Nadelwald, Torf usw. ) kann die Lauge schneller neutralisieren.


Wie kann ich also Umweltschäden durch Seife vermeiden, wenn ich mich oder Geschirr, Wäsche wasche.

  • so wenig Seife wie möglich im Waschwasser verwenden.

  • die Verwendung von Seife grundsätzlich so weit wie möglich reduzieren.

  • Seifenwasser vor dem weg schütten stark verdünnen.

  • Seifenwasser großflächig verteilen, um keine punktuell Überbelastungen des Boden-Milieus zu erzeugen.

Wie weit sich die Seifenlauge dann im Erdreich verbreitetet und welche Schäden diese anrichtet, hängt also im Wesentlichen von folgenden Parametern ab:

  • Die Menge der Lauge und deren Konzentration. Je höher, desto schädlicher.

  • Die Konzentration der Lauge. Also wie viel Seife ich verwende.

  • Die Beschaffenheit des Boden (Sand, Kies, Fels, Ton/Lehm) - Verteilung, einsickern und Ablauf

  • Wie konzentriert die Lauge in den Boden eingebracht wird. Je verteilter, umso besser.

  • Die vorhandene Sättigung des Bodens mit Wasser

  • Die Durchlüftung des Bodens mit Sauerstoff - je mehr, je besser.

  • Die Temperaturen - hat Einfluss auf die Dauer des Abbaus

  • Der pH-Wert des Bodens (Saurer Boden neutralisiert schneller)

  • u. a.

Einige weitere Anhaltspunkte zum Verhalten möchte ich hier geben:

  • Bei einem Gefälle immer unterhalb des Gewässers waschen. Dann braucht es nicht so weit weg zu sein, da das Wasser nicht bergauf fließt.

  • Bei hartem, felsigem Untergrund den Abstand zu Gewässer vergrößern (einige Meter.)

  • Bei sehr nassem oder mit Wasser gesättigtem Boden oder bei Dauerregen, den Abstand vergrößern (einige Meter.)



Welche Seife ist für Outdoor-Aktivitäten die Beste.

Die für die Körperpflege bestens geeigneten Seifen sind natürliche Kernseife, Feinseife und Olivenöl-Seife.

Kernseife bekommt man in jeder Drogerie. Hochwertige Feinseifen auf Olivenölbasis am besten aus einer Manufaktur. Da kann man sicher sein, das es auch so ist.

Wenn Du eine Flüssigseife möchtest, kannst Du Dir diese leicht aus einem Stück fester Seife selbst herstellen:

Diese Seife ist allerdings nur ca. 14 Tage haltbar. Ansonsten müssen wieder Konservierungsstoffe beigemischt werden, um diese haltbar zu machen. (Link im Anhang)

Flüssigseifen sind fast immer chemisch hergestellt. Zwar gibt es auch gut im Boden abbaubare künstliche Tenside, aber ob diese dort verwenden werden, ist Vertrauenssache. Vor allem, wenn dies nicht auf der Packung steht. Hier ist es denke ich besser Flüssigseifen aus deutscher / europäischer Herstellung zu nehmen und auch nur solche, bei denen die Inhaltsstoffe angegeben sind.


Meine ganz persönliche Meinung:

Ich verwende ein halbes Stück Kernseife, wenn ich auf Tour bin. Diese stecke ich in ein kleines wasserfesten Gefäß. Wenn möglich lasse ich das Stück nach Gebrauch immer trocknen.

Ich wasche mich, das Geschirr und die Wäsche niemals direkt im Gewässer, sondern immer daneben. Obwohl dies wie oben beschrieben wenig schädlich ist, so möchte ich nicht das andere Tiere und Menschen meinen Schmutz im Wasser haben, wenn diese z.B. etwas unterhalb im Fluss Wasser entnehmen.

In meinen Augen ist es ausreichend sich ein in paar Meter weit von Gewässer entfernt zu waschen. An einem Hang, wenn möglich auf der vom Gewässer abfallenden Seite.

Ich befülle die Gefäße die ich dabei habe mit Wasser und koche meist einen Topf Wasser auf.

Dies mische dann alles zusammen, so das ich überall angenehm warmes Wasser habe.

Ein Gefäß nehme ich zu einseifen. Dafür verwende ich einen Waschlappen.

Die Seife sollte etwa 30 Sekunden auf der Haut einwirken, um antibakteriell optimal zu wirken.

Mit den anderen Gefäßen voll Wasser 'dusche' ich mich ab.

Insgesamt komme ich mit meist 2 Litern für eine komplette Outdoor-Dusche aus.

Das warme Wasser ist zum einen angenehm auf der Haut, aber es löst auch den Schmutz deutlich besser.

Die abendliche Katzenwäsche von Füßen, Gesicht, Hände und Intimbereich mache ich mit dem Waschlappen und einer kleinen Menge Wasser. Den Lappen lass ich nach dem Auswringen dann trocknen. Im Lappen darf ruhig Seife bleiben, da die Lauge die Bakterien dort abtötet. Diesen lasse ich dann trocknen.

Bei den zahlreiche im Handel angebotenen (bio) Outdoor-Seifen - meist flüssig- bin ich sehr vorsichtig, da sich die Zusammensetzung der meist flüssigen Seifen nicht nachvollziehen lässt. Wie oben geschrieben sind Flüssigseifen auf Erdölbasis hergestellt und somit nicht natürlich.

Die Seife braucht etwa acht bis zehn Tage bis sie abgebaut ist. Wenn sich sehr wenige Personen waschen und das Waschwasser um sich herum etwas verteilen, so sind keine nachhaltigen Schäden für die Umwelt zu erwarten. Selbst wenn dabei etwa Seife in ein Gewässer geraten sollte, wird dies schnell so stark verdünnt, so das die Kraft eines fließenden oder stehenden Gewässers ausreicht dies zu puffern. Ekelig ist es nur für die Leute, die unterhalb des Gewässers Wasser entnehmen. Auch aus diesem Grunde empfehle ich nicht in einem Gewässer waschen.

Anders sieht es aus, wenn z.B. an einem festen Lagerplatz sich die Leute täglich an der gleichen Stelle auf dem Boden oder im Wasser waschen, und somit hohe Konzentrationen in den Boden einsickern. Hier ist mit nachhaltigen Schäden zu rechnen.

Eine hohe Verdünnung des Seifenwassers ist von großem Vorteil.

 

Mein persönlicher Umgang:

  • Wenn möglich nicht direkt im Gewässer sich selbst, das Geschirr oder Wäsche waschen. Vor allem um anderen Leuten die auch Wasser entnehmen möchten nicht meinen Schmutz zuzumuten.

  • So wenig wie möglich Seife verwenden

  • Konzentrierte Seifenlauge nicht punktuell ausschütten, sondern verdünnen und dann verteilen.

  • Dennoch stets auf eine gute Hygiene der Füße, Hände und des Intimbereichs achten. Das kann über lebenswichtig sein! Eine bakterielle Infektion (z. B. Streptokokken) in den Bergen kann innerhalb Stunden tödlich sein. Vor allem bei hoher körperlicher Belastung kann das Immunsystem geschwächt sein. Das heißt konkret, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Hygiene und Umweltschutz finden. Denn letzte endlich wäre der beste Umweltschutz, dort gar nicht erst hinzugehen.

Es sollte klar sein, das es keine umweltverträgliche Seife gibt.

Seife ist da, um zu töten! Bakterien, Viren, Kleinstlebewesen.

Sich mit einer Bio-Outdoor-Seife ein sauberes Gewissen zu erkaufen ist, denk ich, eine falsche Vorstellung.

Seife ist für unsere eigene Gesundheit wichtig und darunter wird die Natur leiden. So oder so.

Nur das Ausmaß können wir steuern.

Ich wünsche Dir tolle Touren und Abenteuer, bleib gesund und sauber!

Achim Kleist

 

Diese ist eine Werbung für meine Einzeltrainings:

Anhang:

Links:

Flüssigseife selber herstellen:

Quellen:

Zitat

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